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Palladium bei Trauringen: Vorteile und Nachteile

· 3 Min. Lesezeit

Palladium ist silbrig-weiß wie Platin, aber deutlich leichter, allergikerfreundlich und braucht keine Rhodinierung. Die Nachteile: Sein Kurs richtet sich nach der Industrie, und das Metall lässt sich schwerer löten und polieren. Spätere Änderungen sind deshalb aufwendiger.

Was Palladium ist

Palladium gehört wie Platin zur Gruppe der Platinmetalle. Es ist von Natur aus weiß, anders als Weißgold, das eine gelbliche Goldlegierung ist und deshalb rhodiniert wird, um kühl zu wirken.

In Trauringen wird meist 950er Palladium verarbeitet, also 95 Prozent Reinmetall. Das ist ein deutlich höherer Edelmetallanteil als bei 585er Gold, was bei der Preisfrage oft überrascht.

Die Vorteile

Es bleibt weiß. Palladium läuft nicht an und braucht keine Rhodinierung. Ein Weißgoldring muss alle paar Jahre neu rhodiniert werden, weil die Schicht sich abträgt und der gelbliche Ton durchkommt. Bei Palladium entfällt das dauerhaft.

Es ist leicht. Palladium wiegt gut halb so viel wie Platin. Ein Platinring macht sich am Finger deutlich bemerkbar, ein Ring aus Palladium kaum. Welches von beidem angenehmer ist, merkt man erst beim Tragen.

Es ist hautverträglich. Palladium gilt als allergikerfreundlich. Wer auf Nickel in manchen Weißgoldlegierungen reagiert, ist hier auf der sicheren Seite.

Der Preis richtet sich nach dem Tageskurs. Was ein Paar in Palladium kostet, hängt am aktuellen Kurs des Metalls. Wir rechnen Ihnen die Varianten nebeneinander vor, bevor Sie sich entscheiden.

Was gegen Palladium spricht

Der Kurs folgt einem anderen Markt. Palladium wird überwiegend in der Industrie gebraucht, vor allem in Abgaskatalysatoren. Sein Preis richtet sich deshalb nach der Konjunktur und nicht nach dem Schmuckmarkt. Was ein Paar heute kostet, rechnen wir Ihnen zum Tageskurs vor, bevor Sie sich entscheiden.

Nicht jedes Modell gibt es in Palladium. Die Manufakturen führen ihre Serien unterschiedlich breit. Welche Modelle in Palladium zu haben sind, sagen wir Ihnen im Gespräch; beschaffen können wir das Metall jederzeit.

Es lässt sich schwerer bearbeiten. Palladium hat einen hohen Schmelzpunkt und neigt beim Löten dazu, Gase aufzunehmen. Größenänderungen, Reparaturen und das Neufassen von Steinen sind aufwendiger als bei Gold und damit teurer. Nicht jede Werkstatt macht das.

Polieren dauert länger. Das Metall ist zäh. Kratzer lassen sich zwar auspolieren, aber es kostet mehr Zeit als bei Gold.

Palladium, Platin oder Weißgold: was passt wem?

Palladium passt, wenn Sie einen dauerhaft weißen Ring möchten, der sich leicht trägt, und mit dem Gedanken leben können, dass spätere Änderungen aufwendiger sind.

Platin passt, wenn Ihnen Beständigkeit wichtiger ist als der Preis. Es ist das widerstandsfähigste der drei, läuft nicht an, braucht keine Rhodinierung und wiegt spürbar.

Weißgold passt, wenn Sie den kühlen Ton mögen, aber die Vorteile von Gold behalten möchten: bekannte Legierung, einfache Bearbeitung, gut planbarer Preis. Der Aufwand: alle paar Jahre neu rhodinieren.

Wir zeigen Ihnen alle drei nebeneinander. Der Gewichtsunterschied ist etwas, das man nicht liest, sondern in die Hand nimmt.