Ringgröße messen — vier Wege, die zu Hause funktionieren
Die Ringgröße entspricht in Deutschland dem Innenumfang des Rings in Millimetern. Ein Ring der Größe 54 hat also 54 mm Innenumfang und rund 17,2 mm Innendurchmesser. Messen lässt sie sich mit einem Faden um den Finger, über einen vorhandenen Ring oder mit einer ausgedruckten Schablone.
Ringgröße berechnen
Der Rechner braucht JavaScript. Die Umrechnung steht auch in der Größentabelle weiter unten — dort finden Sie jede Größe mit Umfang und Durchmesser.
Zwischen zwei Größen? Nehmen Sie die größere — enger machen ist einfacher als weiten.
1. Mit einem Faden oder Papierstreifen
Der Weg, für den Sie nichts brauchen außer Papier und Lineal — und der einzige, der auch ohne vorhandenen Ring funktioniert.
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Streifen vorbereiten
Schneiden Sie einen etwa 10 Zentimeter langen und 5 Millimeter breiten Streifen Papier zu, oder nehmen Sie einen Faden ohne Dehnung.
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Um den Finger legen
Legen Sie den Streifen um den Finger, an dem der Ring später sitzen soll. Nicht zu fest ziehen — er muss sich noch über den Knöchel schieben lassen.
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Überlappung markieren
Markieren Sie mit einem Stift genau die Stelle, an der sich die beiden Enden überlappen.
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In Millimetern messen
Messen Sie die Länge vom Anfang bis zur Markierung mit einem Lineal. Der Wert in Millimetern ist Ihre Ringgröße.
Drei Dinge entscheiden über das Ergebnis. Ziehen Sie nicht zu fest, sonst kommt eine zu kleine Größe heraus. Der Streifen muss über den Knöchel passen — bei kräftigen Knöcheln ist der Knöchelumfang das Maß, nicht der Fingeransatz. Und messen Sie abends: Morgens sind Finger schmaler als nach einem Tag auf den Beinen.
2. Über einen vorhandenen Ring
Legen Sie einen Ring, der am richtigen Finger getragen wird, auf ein Lineal und messen Sie den Innendurchmesser — von Innenkante zu Innenkante, quer durch die Mitte. Multiplizieren Sie den Wert mit 3,1416, dann haben Sie den Umfang und damit die Ringgröße. Oder Sie tippen den Durchmesser oben in den Rechner.
Wichtig ist nur eines: Es muss ein Ring vom selben Finger derselben Hand sein. Zwischen linkem und rechtem Ringfinger liegt oft eine halbe Größe, zwischen Ringfinger und Mittelfinger deutlich mehr.
3. Mit einer Schablone zum Ausdrucken
Wir haben eine Schablone vorbereitet: ein Messstreifen zum Ausschneiden und Ringkreise zum Auflegen, dazu ein Kontrollmaßstab.
Und genau der ist der wichtigste Teil. Der häufigste Fehler bei ausgedruckten Vorlagen ist der Drucker: Steht er auf „an Seitengröße anpassen“, verkleinert er das Blatt um einige Prozent — und die Schablone misst falsch, ohne dass man es merkt. Stellen Sie den Ausdruck auf 100 Prozent und messen Sie den Balken auf dem Blatt nach: Er muss genau 100 Millimeter lang sein.
Schablone herunterladen (PDF, A4)
4. Beim Juwelier messen lassen
Der genaueste Weg. Wir messen mit einem Ringmaßband und einem Satz Ringstöcke, das dauert eine Minute und kostet nichts. Wenn Sie ohnehin in der Nähe sind, sparen Sie sich damit jede Rechnerei — Bahnhofstraße 6 in Gießen.
Ringgrößen-Tabelle
Alle Werte sind gerechnet, nicht abgetippt: Der Innendurchmesser ist der Umfang geteilt durch Pi.
| Größe (Umfang) | Durchmesser | US | UK |
|---|---|---|---|
| 44 | 14,0 | 3 | F½ |
| 46 | 14,6 | 3,75 | H |
| 48 | 15,3 | 4,5 | I½ |
| 50 | 15,9 | 5,25 | K |
| 51 | 16,2 | 5,75 | L |
| 52 | 16,6 | 6 | L½ |
| 53 | 16,9 | 6,5 | M½ |
| 54 | 17,2 | 6,75 | N |
| 55 | 17,5 | 7,25 | O |
| 56 | 17,8 | 7,5 | O½ |
| 57 | 18,1 | 8 | P½ |
| 58 | 18,5 | 8,5 | Q½ |
| 59 | 18,8 | 8,75 | R |
| 60 | 19,1 | 9,25 | S |
| 62 | 19,7 | 10 | T½ |
| 64 | 20,4 | 10,75 | V |
| 66 | 21,0 | 11,5 | W½ |
| 68 | 21,6 | 12,25 | Y |
| 70 | 22,3 | 13 | Z½ |
Umfang und Durchmesser in Millimetern. Die US- und UK-Angaben folgen den dort üblichen Skalen und sind auf die nächste gebräuchliche Größe gerundet.
Welche Ringgröße ist die häufigste?
Bei Frauen liegen die meisten Größen zwischen 52 und 56, bei Männern zwischen 60 und 66. Größe 54 und Größe 62 sind die jeweils häufigsten Einzelwerte.
Diese Zahlen sind eine Orientierung und ausdrücklich keine Empfehlung. Die Streuung ist groß, und die Fingerform spielt stärker hinein als die Körpergröße — schmale Hände mit kräftigen Knöcheln brauchen oft mehr als kräftige Hände mit schlanken Knöcheln. Wer nach dem Durchschnitt kauft, schätzt. Das kann gutgehen, ist aber kein Messen.
Was die Messung verfälscht
Finger sind kein festes Maß. Diese fünf Dinge verschieben das Ergebnis spürbar:
- Wärme und Kälte. In der Wärme dehnen sich die Gefäße, der Finger wird dicker. Bei Kälte umgekehrt.
- Tageszeit. Morgens sind Finger am schmalsten, abends am kräftigsten. Messen Sie abends.
- Sport. Direkt nach Belastung sind die Hände geschwollen — dann kommt eine zu große Größe heraus.
- Salzhaltiges Essen. Bindet Wasser im Gewebe und wirkt bis in die Finger.
- Schwangerschaft. Hier verändern sich Finger über Monate. Eine Messung aus dieser Zeit taugt später nicht.
Und ein Punkt, der fast überall fehlt: die Ringbreite. Ein breiter Ring sitzt enger als ein schmaler, weil er mehr Fläche am Finger anliegt. Ab etwa 6 Millimetern Breite sollten Sie eine halbe Größe größer nehmen. Bei sehr breiten Ringen von 8 Millimetern und mehr eher eine ganze.
Zwischen zwei Größen — was tun?
Nehmen Sie die größere. Der Grund ist handwerklich: Einen Ring enger zu machen ist für den Goldschmied einfacher als ihn zu weiten. Beim Verkleinern wird ein Stück herausgetrennt und die Enden werden zusammengelötet; beim Weiten muss Material ergänzt werden, und bei Ringen mit Steinen müssen diese unter Umständen ausgefasst und neu gefasst werden.
Dazu kommt: Ein Ring, der drückt, wird abgelegt und vergessen. Einer, der etwas locker sitzt, wird getragen — und lässt sich in Ruhe anpassen. Beides lässt sich später ändern — bringen Sie den Ring einfach vorbei.
Häufige Fragen zur Ringgröße
Wie messe ich die Ringgröße ohne Ring?
Legen Sie einen Papierstreifen oder Faden um den Finger, markieren Sie die Stelle, an der er sich überlappt, und messen Sie die Länge bis zur Markierung in Millimetern. Dieser Wert ist direkt die Ringgröße — 54 mm bedeuten Größe 54. Ziehen Sie nicht zu fest, und prüfen Sie, ob der Streifen über den Knöchel passt.
Kann ich die Ringgröße heimlich herausfinden?
Ja, und dafür gibt es zwei brauchbare Wege. Leihen Sie sich für einen Abend einen Ring aus, der am richtigen Finger getragen wird, und messen Sie den Innendurchmesser. Oder Sie fragen eine eingeweihte Person. Klappt beides nicht: Schätzen Sie ruhig — bei uns wird die Größe nach dem Antrag kostenlos angepasst.
Welche Ringgröße hat eine Frau im Durchschnitt?
Bei Frauen liegen die meisten Größen zwischen 52 und 56, bei Männern zwischen 60 und 66. Das ist eine Orientierung und keine Empfehlung: Die Streuung ist groß, und Hand- und Fingerform spielen stärker hinein als die Körpergröße. Wer nach diesen Werten kauft, schätzt — er misst nicht.
Was bedeutet Ringgröße 54?
Größe 54 heißt, dass der Ring innen 54 Millimeter Umfang hat. Der Innendurchmesser beträgt dann rund 17,2 Millimeter, denn Umfang geteilt durch Pi ergibt den Durchmesser. In den USA entspricht das etwa Größe 6,75, in Großbritannien dem Buchstaben N. Die deutsche Angabe ist damit die einzige, die man direkt messen kann.
Kann ein Ring später geändert werden?
Meistens ja. Glatte Ringe aus Gold, Silber und Platin lassen sich um ein bis zwei Größen weiten oder enger machen. Schwierig wird es bei Memoire-Ringen mit umlaufendem Steinbesatz und bei Titan, Tantal oder Wolfram — diese Metalle lassen sich mit Goldschmiedewerkzeug nicht bearbeiten. Wir sehen uns den Ring an und sagen Ihnen, was geht.
Warum passt mein Ring im Sommer anders als im Winter?
Weil sich Finger mit der Temperatur verändern. In der Wärme dehnen sich die Gefäße, der Finger wird dicker; bei Kälte zieht er sich zusammen. Dazu kommen Tageszeit, Sport und salzhaltiges Essen. Unterschiede von einer halben bis ganzen Größe im Jahresverlauf sind normal und kein Grund, den Ring ändern zu lassen.